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Wichtige Bedingungen an Dächer für Solaranlagen

Für ein optimales Ergebnis von Solaranlagen sind Dachneigung und -ausrichtung wichtig. - © twicepix by flickr.com

Der Ruf nach einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist groß. Besonders diejenigen, die in der nahen Zukunft oder schon jetzt ein Haus bauen, beziehen in ihre Planungen eine solche Anlage mit ein. Auch wenn die Bundesregierung große Einschnitte bei der Solarförderung geplant hat, so kann sie sich dennoch lohnen, gerade wenn es um den Eigenverbrauch geht.
Doch bevor die erste Anlage auf dem heimischen Dach angebracht werden kann, gilt es bestimmte Vorkehrungen zu treffen. Dies bezieht sich vor allem auf Neigung und Winkel des Daches. Wer sich hier nicht an die Vorgaben hält, der muss mit großen Verlusten in der Energiegewinnung rechnen.
Ein Dach sollte für optimalen Ertrag einen Neigungswinkel zwischen 20° und 60° betragen. Die Ausrichtung wäre optimal in Richtung Südost und Südwest. Natürlich sind auch andere Richtungen und Neigungen möglich, allerdings gibt es hier eben Einschnitte. Sollte ein Flachdach vorgesehen werden, können spezielle Konstruktionen für die perfekte Ausrichtung sorgen.
Auch die Größe des Daches und die Hindernisse dürfen nicht unterschätzt werden. Dachfenster, Sat-Schüsseln und Schornsteine sorgen für eine entsprechende Behinderung und das Dach kann nicht mehr optimal abgedeckt werden. Deshalb empfiehlt es sich hier Maße zu verwenden, damit so viele Module wie möglich auf das Dach gesetzt werden können. Diesen Punkt sollte auch dem Architekten mitgeteilt werden. Ältere Dächer könnten das Gewicht durch zusätzliche PV-Anlagen vielleicht nicht tragen. Dies gilt vor allem für Fachwerkhäuser. Hier sollte in jedem Fall ein Statiker befragt werden.
Blitzschutzanlagen werden heute seltener auf Häusern montiert, doch wer eine Photovoltaik-Anlage besitzen möchte, sollte eventuell doch diesen Schritt mit einplanen. Ein Elektrofachbetrieb kann über die genauen Maße informieren (Abstand von Modulen, etc.). Wichtig ist noch zu wissen, dass ein optimaler Blitzschutz nur etwas bringt, wenn Fein-, Mittel- und Grobschutz installiert sind. Ein Umbau der Schaltschränke und zusätzlich teurer Elektrobauteile sind dann notwendig.
Für die Leitungsverlegung von den Modulen zu den Wechselrichtern und abschließend zur Unterverteilung gilt es Leerrohre vorzusehen. Besonders, wenn erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Anlage angeschafft werden soll. So lässt sich unnötige Aufbrucharbeit vermeiden.
Es sollte nun deutlich sein, dass es einige Punkte zu beachten gibt und man sich nicht nur auf einen Fachbetrieb verlassen sollte. Statiker und Architekten können bei der Planung helfen und sind sogar in vielen Fällen notwendig.

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