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Für die Dämmung eines Daches ist das Einbringen eines Unterdachs aus Holzweichfaserplatten oder PP-Vlies zwingend vorgeschrieben! Erfahren Sie auf Dachdeckereien.org, warum das so ist!

Unterdach

Unterdach: Bevor gedämmt werden kann, muss eine zweite Dachebene eingezogen werden. © Claudia Zantopp - pixelio.de

Gerade bei Altbauten muss häufig nachträglich eine Dachdämmung eingezogen werden. Die neuen Richtlinien der Energieeinsparverordnung verlangen häufig Maßnahmen zur Energiesanierung. Bis Ende 2011 werden diese bei Gebäuden, die vor 2009 gebaut wurden, noch vom Staat gefördert. Doch die nachträgliche Dachdämmung kann nicht einfach zwischen Dachdeckung und Dachsparren angebracht werden. Keine Dacheindeckung hält bei extremster Witterung komplett dicht. Deshalb muss zusätzlich ein Unterdach eingezogen werden.

Ein Unterdach aus Holzweichfaser oder PP-Vlies

Das Unterdach befindet sich zwischen der Wärmedämmschicht und der Dacheindeckung. Dringt Feuchtigkeit durch die Dacheindeckung hindurch, so wird sie vom eingezogenen Dach aufgefangen und entsprechend abgeführt. Ohne diese Schutzschicht würde die Dachdämmung direkt feucht werden und entsprechende Bauschäden wären unvermeidbar. Der typische Dachaufbau mit Unterdach besteht aus der Dacheindeckung, darunter die Dachlattung, darunter das Unterdach und schließlich die Zwischensparrendämmung.
Ein Unterdach besteht klassischerweise aus Holzweichfaserplatten oder PP-Vliesen. Diese müssen diffusionsoffen sein, damit Feuchtigkeit aus dem Dachinneren entweichen kann. Die Holzplatten werden mit einem Nut- und Federsystem verlegt. Ihre Dicke kann verhältnismäßig stark variieren, sie sollte sich an dem Abstand der Sparren, auf denen sie verlegt wird, orientieren.

Das Unterdach muss diffusionsoffen sein!

Eine Unterdachkonstruktion mit Bitumen oder Dachfolie ist unter keinen Umständen empfehlenswert! Diese sind nicht diffusionsoffen und bilden so dankbare Angriffspunkte für Bauschäden. Beachten Sie auch, dass ein Unterdach für jede Dachdämmung vorgeschrieben ist! Richten Sie sich auch nicht nur nach dem Preis – selbstverständlich sind Vliese günstiger als Holzweichfaserplatten. Letztere sind aber zum Beispiel deutlich haltbarer.

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