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Steildach ist ein Überbegriff für viele unterschiedliche Dachformen. Streng genommen ist es aber sehr eindeutig definiert. Es wird grundsätzlich in Sparren- und Pfettendach unterteilt. Was charakteristisch für Steildächer ist und wo der Unterschied zwischen Sparren- und Pfettendächern liegt, erklärt Ihnen Dachdeckereien.org!

Steildach

Das klassische Steildach. © Franz Haindl by pixelio.de

Es gibt viele unterschiedliche Dacharten. Für viele mag sich hinter dem Begriff Steildach jenes Dach verbergen, dass sie von den meisten Eigenheimen kennen. Doch diese Dächer sind nicht immer unbedingt Steildächer. Sie können auch geneigte Dächer sein. Für diese wird der Begriff Steildach synonym verwendet, es handelt sich allerdings um unterschiedliche Dacharten.

Steildach und geneigtes Dach unterscheiden

Der zentrale Unterschied zwischen allen Dacharten ist nicht unbedingt nur die Dachform. Ein wichtiges Kriterium ist auch die Dachneigung. Besonders für die Abgrenzung von geneigtem Dach und Steildach spielt sie eine wichtige Rolle. Als Steildach wird streng genommen nur ein Dach bezeichnet, dessen Dachneigung über mindestens 22 Grad liegt. Die Mindestdachneigung des geneigten Dachs beginnt jedoch bereits bei 7 Grad. Für den Laien macht das in der Optik des Daches nur einen geringen Unterschied – deshalb wird das geneigte Dach im Volksmund oft als Steildach bezeichnet.
Aber was ist denn nun eigentlich der Sinn dieser Unterscheidung? Warum ist es wichtig zu wissen, wo ein geneigtes Dach aufhört und das Steildach beginnt?

Steildach-Deckung richtet sich nach Dachneigung

Die Unterscheidung der Dacharten nach der Dachneigung ist vor allem bei der Wahl der Dacheindeckung wichtig. Egal ob Sie ein Haus bauen oder ob es sich um eine Bestandsimmobilie handelt, die Unterscheidung der Dacharten nach der Dachneigung ist vor allem bei der Wahl der Dacheindeckung wichtig. So sind unterschiedliche Materialien nur für Dächer mit einer bestimmten Neigung geeignet. Herkömmliche Tondachziegel dürfen zum Beispiel oftmals nur ab einer Dachneigung von 10 Grad gedeckt werden. Spezialsysteme, wie zum Beispiel das BRAAS 7Grad Dach machen es in Einzelfällen möglich, Toneindeckung auch auf geringer geneigten Dächern verlegen zu können. Oftmals muss bei solchen Dächern allerdings auf Bitumenschindeln oder andere Deckungen zurückgegriffen werden.
Weiterhin wird das Steildach in Pfetten- und Sparrendach unterteilt. Das Sparrendach, welches beim Haus bauen in der Regel favorisiert wird, bietet direkt unter der Dachkonstruktion Raum, der je nach Geschmack und Belieben frei verplant werden kann. Das Pfettendach hingegen besteht aus Stützen, auf denen die Pfetten aufgebracht sind – hier gibt es keinen nutzbaren Stauraum.

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