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Sicherheitsmaßnahmen und die richtige Ausstattung für Dachdecker

Auf die richtige Arbeitskleidung, wie einen Schutzhelm, sollten Dachdecker keinesfalls verzichten. - © Frank Jakobi by flickr.com

Um sich und die Umgebung bei der Ausführung der Arbeiten zu schützen, greifen Dachdecker zu verschiedenen Schutzmaßnahmen. Das schützt die Mitarbeiter des Betriebes und andere Menschen, die in Berührung mit der Baustelle kommen. Zu diesen Sicherheitsmaßnahmen gehört immer ein Fangnetz. In der Regel gehört es zur obligatorischen Ausstattung in einem Dachdeckerbetrieb. Gesetzlich vorgeschrieben ist es ab einer Dachtraufenhöhe von drei Metern. Der Dachdecker kann so aufgefangen werden, wenn er einmal bei seiner Arbeit den Halt verlieren sollte. Gleichzeitig schützt es Passanten vor eventuell herabfallenden Arbeitsmaterialien, wie zum Beispiel Dachziegeln. Diese können, wenn sie aus größerer Höhe herabfallen, schlimmstenfalls gar zu tödlichen Geschossen werden. Viele Betriebe wenden es auch bei geringeren Höhen an, weil auch da bereits tödliche Unfälle passieren können.

Führen eine Straße oder ein Gehweg am Arbeitsplatz des Dachdeckers vorbei, wird in der Regel die Straßenseite gesperrt, auf der sich die Baustelle befindet. Die Verkehrsteilnehmer werden mit Schildern auf die Arbeiten hingewiesen. Ist es unumgänglich, die Fußgänger unter dem Gerüst hindurchzuleiten, wird der Fußgängerweg meist als eine Art Tunnel eingehaust. Oft steht noch ein Mitarbeiter der Firma an Ort und Stelle, um Passanten auf die Baustelle hinzuweisen. Diese Regelungen sind dann mit dem Ordnungsamt und der zuständigen Sicherheitsbehörde abgestimmt.

Jeder Dachdecker muss bei seiner Arbeit eine Absturzsicherung anlegen. Angemessene Arbeitsschutz- und Sicherheitsbekleidung ist obligatorisch. Dazu gehört unter anderem eine funktionale Arbeitshose. Vor allem auf den Kopfschutz wird Wert gelegt, er kann bei Unfällen Leben retten. Der Helm ist deshalb ein obligatorischer Teil der Arbeitskleidung. Die Schuhe müssen Trittsicherheit gewährleisten und dem Fuß einen angemessenen Halt geben. Zu einem Dachdeckerschuh gehören Stahlkappen. Diese schützen vor Unfällen, bei denen schwere fallende Gegenstände den Fuß verletzen könnten. Die Kleidung sollte insgesamt aus belastbarem und atmungsaktivem Material bestehen.

Die meisten Firmen wissen um die Notwendigkeit der Arbeitsschutzmaßnahmen. In größeren Handwerksbetrieben gibt es deshalb einen Arbeitsschutzbeauftragten oder die Dienstleistung eines externen Arbeitsschutzberaters wird in Anspruch genommen. Die Arbeitgeber sind für den Arbeitsschutz ihrer Angestellten verantwortlich. Deshalb sorgen sie durch Weiterbildungen und Schulungen dafür, dass ihre Mitarbeiter in diesem Bereich weitergebildet werden. Mitunter arbeiten Dachdecker mit gefährlichen und leicht brennbaren Stoffen, unter anderem bei der Dachabdichtung. Hier müssen zahlreiche Brandschutzbestimmungen und der Umgang mit Gefahrenstoffen beachtet werden

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