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Schronstein

Schornstein: Alte Schornsteine müssen häufig saniert werden. - © Christopher Owen Jones by flickr

Besonders große Industrieschornsteine faszinieren immer wieder. Entscheidend machen sie den Charme leer stehender Fabrikgebäude und Industriehallen aus. Aber es gibt ja nicht nur diese großen Industrieschornsteine. Jedes beheizte Haus braucht einen funktionierenden Rauchabzug. Das Schornsteinbau-Handwerk stellt daher die Anforderung großer Flexibilität und umfassenden Wissens an den Arbeiter.

Schornstein ist DIN genormt

Aber egal, ob kleiner oder großer Schornstein, prinzipiell funktionieren sie alle gleich. Durch den sogenannten Kamineffekt wird die im Gegensatz zur umgebenden Luft leichtere Gassäule direkt in den Schornsteinlauf abgeführt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Maße des Schornsteins den DIN-Vorschriften je nach beförderter Abgasmenge entsprechen. Ist das nicht der Fall, kann es passieren, dass im Rauchabzug nicht genug „Zug“ erzeugt wird und die Gase entsprechend nicht abgeführt werden.
Damit der Rauchfang dem Wohnungsinneren nicht auch während der Zeit, in der kein Kamin oder Ofen betrieben wird, warme Luft entzieht, werden Rauchgasklappen im Rauchabzug angebracht.
Bei der Innenverkleidung des Schornsteins muss außerdem darauf geachtet werden, dass er mit Edelstahl oder Keramik verkleidet wird. Denn gerade bei modernen Heizanlagen entstehen Rauchgase, deren Temperatur nicht mehr ausreicht, um eine Kondensation im Kaminabzug zu verhindern. Nacktes Mauerwerk ist sehr anfällig auf Feuchtigkeit und es kommt zur Versottung des Schornsteins. Diese fällt durch dunkle Flecken am Mauerwerk und unangenehmen Geruch auf. Eine Kondensat-unempfindliche Innenverkleidung verhindert das.

Schornsteinsanierung ist Aufgabe des Dachdeckers

Tritt Versottung am Schornstein auf oder entspricht der vorhandene Schornstein nicht den Anforderungen durch den neuen Kamin, muss eine Sanierung her. Der Dachdecker kann Schäden am Schornstein korrigieren und eine Verlängerung durchführen. Anders als im Volksverständnis oft angenommen klettert der Dachdecker hierfür jedoch nicht in den Rauchfang. Schornsteine sind heute nicht mehr begehbar. Sie werden gewartet und repariert, indem ein Stück der Verkleidung herausgenommen wird, wodurch die Abzugsrohre im Schornstein erreichbar werden.
Wann auch immer man Arbeiten am Dach machen lässt – sei es die Verbesserung der Dachdämmung oder eine komplette Dachsanierung: der Dachdecker sollte sich den Schornstein auf jeden Fall einmal ansehen. Denn die Anzeichen der Versottung sind schleichend und können nur vom Fachmann erkannt werden.

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