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Der Beruf des Dachdeckers gehört zu den gefährlichsten, wie eine aktuelle Untersuchung einmal mehr aufzeigt. Insbesondere im Hinblick auf eine vorzeitige Berufsunfähigkeit, Unfälle, teils sogar mit Todesfolge, sind Dachdecker besonders gefährdet. Wer im Beruf als Dachdecker arbeitet, sollte sich rechtzeitig absichern.

Ein Dachdecker bei der Arbeit auf dem Dach

Besonders die Arbeit in großer Höhe macht den Dachdeckerberuf gefährlich - © Last Hero by flickr

Der aktuelle Map-Report befasste sich mit Statistiken, die belegen, wie gefährlich der Beruf des Dachdeckers ist. Dabei stellte sich heraus, dass in diesem handwerklichen Beruf 52 Prozent der Berufsunfähigkeitsrenten aufgrund eines Arbeitsunfalls gezahlt werden. Im Vergleich dazu liegt der Schnitt bei anderen Berufsgruppen bei gerade einmal zehn Prozent. 29 Prozent der Rentenzahlungen für Dachdecker gehen sogar an die Hinterbliebenen, weil die Dachdecker selbst bei Unfällen oder aus anderen Gründen verstorben sind.

Auch die klassische Rente kann kaum voll in Anspruch genommen werden, weil Dachdecker mit 66 und 67 Jahren aufgrund von körperlichen Verschleißerscheinungen oft schlicht nicht mehr auf den Dächern dieser Welt arbeiten können. Deshalb setzen viele auf Altersteilzeit oder gehen vorzeitig mit Abschlägen in den Ruhestand.

Neue betriebliche Altersvorsorge geplant

Dass dieser Zustand so nicht mehr tragbar ist, haben auch die Unternehmen, die Gewerkschaften und sogar die Regierung erkannt. Deshalb wurde jetzt eine Neuregelung für die betriebliche Altersvorsorge der Dachdecker beschlossen. Diese ist die einzige der gesamtdeutschen Wirtschaft, die als verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für das gesamte Dachdecker-Handwerk gilt.

In der Neuregelung heißt es, dass das 13. Monatsgehalt, wenn es gezahlt wird, um insgesamt acht Bruttodurchschnittslöhne aufgestockt werden soll. Von dem gesamten Betrag werden dann 33 Bruttodurchschnittslöhne in die betriebliche Altersvorsorge übertragen. Damit verbleiben in den neuen Bundesländern 40, in den alten Bundesländern 50 Bruttodurchschnittslöhne vom 13. Monatsgehalt bei den Dachdeckern selbst.

Das übrige Geld wird von der Lohnausgleichskasse verwaltet und an die zuständige Zusatzversorgungskasse weiter geleitet. Dort können sich Dachdecker auch über ihren derzeitigen Rentenanspruch tagesaktuell informieren. Das Verfahren soll bereits ab diesem Jahr umgesetzt werden.

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