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Du bist hier: Startseite » Dachstuhl » Das Pfettendach – eine Dachkonstruktion zum Errichten von geneigten Dächern

Das Pfettendach ist eine klassische Steildachkonstruktion, die beim Dachgeschossausbau die Möglichkeit bietet, mehr natürliches Licht ins Gebäudeinnere zu leiten und aufgrund dessen von vielen Bauherren bevorzugt wird. Im Folgenden informiert Sie Dachdeckereien.org über die Hauptmerkmale dieser Konstruktionsart sowie über die Vor- und Nachteile, die sie mit sich bringt.

Pfettendach

Das Pfettendach ist eine Steildachkonstruktion, die sich sehr gut für den Einbau von größeren Dachfenstern und Dachgauben eignet. - © Hafenbar by wikimedia.org

Als Pfettendach wird eine der gängigen Dachkonstruktionen bezeichnet, die beim Bau von steilen Dächern zum Einsatz kommt. Das Hauptmerkmal dieses Konstruktionsprinzips, die Last tragenden Pfetten, war ausschlaggebend für seine Namensgebung. Ursprünglich vorwiegend im Mittelmeerraum beheimatet und bei dem Bau von flachen Dächern ausgeführt, setzte sich das Pfettendach im Laufe des 19. Jahrhunderts auch hierzulande durch und ist mittlerweile ziemlich häufig bei Gebäuden mit geneigten Dächern anzutreffen.

Das Pfettendach und sein Konstruktionsprinzip

Beim Pfettendach sind die Sparren schräg liegende Balken, die ihre Lasten auf die Pfetten (meist auf der traufseitigen Wand aufliegende längere Balken) übertragen. Je nach Lage werden Fuß-, Mittel- und Firstpfette unterschieden. Die Mittelpfette hilft, größere Spannweiten zu überbrücken und dient, zusammen mit der Firstpfette, als zusätzliche Stütze der Sparren, wobei sie jedoch nicht frei schweben, sondern von senkrechten, auf der Innenwand oder der Geschossdecke aufgestellten Balken stabilisiert werden. Im Gegensatz zum Sparren- und Kehlbalkendach, bei dem alle Dachlasten auf die Außenwände übertragen werden, sind hier nur senkrecht wirkende Kräfte vorhanden. Diese werden über die Pfosten, die sich unter der Firstpfette und den Mittelpfetten befinden, an die Innenwände weitergeleitet. Zudem müssen im Gebäudeinnern Bauteile vorhanden sein, die einen Teil der Dachlasten, die beispielsweise durch die Eternit Dacheindeckung oder das Eigengewicht des Dachstuhls entstehen, aufnehmen. Anders als beim Sparrendach, bei dem je zwei Sparren und ein Deckenbalken zu einem Element verbunden sind, ist es beim Pfettendach möglich, die Sparren versetzt anzuordnen. Demzufolge ist diese Dachkonstruktion auch zum Errichten von Pultdächern geeignet.

Das Pfettendach: Vor- und Nachteile

Das Pfettendach erfreut sich trotz seiner im Vergleich zum Sparrendach aufwendigeren Konstruktion einer großen Beliebtheit. Insbesondere für Hauseigentümer, die den Dachraum für Wohnzwecke zu nutzen beabsichtigen und Wert auf natürliche Lichtquellen legen, ist diese Art des Dachaufbaus eine attraktive Lösung. Denn beim Pfettendach lassen sich größere Dachfenster und Dachgauben ohne Schwierigkeiten einbauen. Ebenso sind größere Überstände an Traufe und Ortgang leicht zu konstruieren. Allerdings erweist sich hier eine freie Grundrissgestaltung als problematisch, weil im Dachraum Pfosten stehen.
Nichtsdestotrotz bieten die vielfältigen Produkte und die hochwertigen Dachsysteme der Monier Gruppe und weiterer namhafter Hersteller hervorragende Möglichkeiten, das Pfettendach anschließend entsprechend den individuellen Vorlieben zu gestalten. Auf Dachdeckereien.org finden Sie hierzu wissenswerte Informationen und hilfreiche Anregungen.

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