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Du bist hier: Startseite » Dachausbau » Durch Kniestock das Dachgeschoss erhöhen

Das Planen oder der nachträgliche Bau eines Kniestocks im Rahmen eines Dachausbaus ist eine sinnvolle Maßnahme, die die Möglichkeit bietet, mehr Wohn- und Nutzfläche zu gewinnen. Allerdings müssen dabei bestimmte bauliche Vorschriften berücksichtigt werden. Worauf Sie unbedingt achten sollten, erfahren Sie hier auf Dachdeckereien.org.

Durch einen Kniestock kann die Raumhöhe im Dachgeschoss deutlich vergrößert und dadurch die Wohnqualität verbessert werden.

Als Kniestock wird die an der Traufseite eines Gebäudes über die Decke hinaus gemauerte Außenwand bezeichnet, auf der die Dachsparren aufliegen. Dementsprechend bekommt diese Wand eine statische Schublast vom Dachgebälk, die mit der Belastung des menschlichen Knies durch den Körper vergleichbar ist. Die Höhe des Kniestocks wirkt sich auf die Größe der nutzbaren Dachfläche aus. Daher bietet sich je nach individuellem Wunsch und Bedürfnis die Möglichkeit, damit zu variieren. In der Regel bedarf eine solche Maßnahme jedoch einer baulichen Genehmigung und muss deshalb im Vorfeld mit professioneller Unterstützung sorgfältig geplant werden.

Den Kniestock beim Hausbau berücksichtigen

Wer die Absicht hat, das Dachgeschoss zu Wohnzwecken zu nutzen, sollte bereits in der Planungsphase des Hausbaus über das Errichten eines Kniestocks nachdenken. So kann die Außenwand über die oberste Geschossdecke hinaus aufgemauert werden, schon bevor die Ausführung des Dachstuhls beginnt. Damit bleibt die Möglichkeit erhalten, den Dachraum zu einem gemütlichen Atelier, Wohn- oder Schlafzimmer umzugestalten und an die Wandfläche unter der Dachschräge passende Möbel hinzustellen.
Hierbei ist die optische Aufwertung des Hauses durch die Erhöhung der Außenwand auch nicht zu unterschätzen. Denn ohne Kniestock würde die Dachschräge direkt auf die oberste Geschossdecke treffen und somit nicht nur einen späteren fachgerechten Dachausbau erschweren, sondern auch das Erscheinungsbild des Hauses etwas beeinträchtigen. In manchen Regionen, wie beispielsweise in Bayern, trägt der Kniestock sogar einen speziellen optischen Akzent, denn dort wird er häufig unverputzt in Holz ausgeführt.

Den Kniestock nachträglich bauen oder erhöhen

Das nachträgliche Errichten oder Erhöhen eines Kniestocks ist eine gute Alternative zur Dachaufstockung, die ebenso die perfekte Möglichkeit bietet, zusätzlichen Wohnraum zu gewinnen. Insbesondere bei Dachgeschossen mit einer geringen Raumhöhe erweist sich diese Maßnahme als sinnvoll, auch wenn sie mit etwas größerem Aufwand und Dachausbau Kosten verbunden ist. Denn um den Kniestock bauen bzw. erhöhen zu können, muss in der Regel zuerst das Dach abgedeckt und anschließend der Dachstuhl, gegebenenfalls auch das wasserdichte Unterdach angehoben werden. Falls eine umfangreichere Dachsanierung jedoch nicht erforderlich ist, kann der Kniestock von innen aufgemauert werden. Unabhängig davon, welche Methode angewendet wird, ist es empfehlenswert, sich vom Profi beraten zu lassen und einen qualifizierten Dachdeckerbetrieb mit der Ausführung der erforderlichen Arbeiten zu beauftragen. Denn im Fall der Überschreitung der zugelassenen Kniestockhöhe kann es zu Bußgeldern oder Rückbauforderungen kommen. Insbesondere für den Dachausbau im Altbau oder in denkmalgeschützten Gebäuden gelten spezielle Anforderungen, über die eine Aufklärung im Vorfeld erfolgen sollte. Zudem ist es enorm wichtig, das Aufmauern wie auch die Wärmedämmung des Kniestocks präzise und fachmännisch auszuführen, damit Wärmebrücken Beeinträchtigungen der Statik vermieden werden.
Was Sie sonst bei einem Dachausbau berücksichtigen sollten, erfahren Sie auf Dachdeckereien.org. Zudem finden Sie hier weitere hilfreiche Informationen und Tipps rund um das Thema Dach.

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