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Du bist hier: Startseite » Dacharten » Das Kegeldach: Die klassische Krönung für jeden Turmbau

Das Kegeldach war hierzulande lange die klassische Form der Bekrönung von Rundtürmen und ähnlichen Bauteilen. Was diese Dachform vor allem beim Bau von Burgen und Kirchen so beliebt machte, lesen Sie auf Dachdeckereien.org.

Kegeldach

Kegeldach auf einem Turm der Burg Trakai in Lithauen. © Christophe Goessen by Flickr.com

Mittelalterliche Burgen und andere Anlagen zur Stadtbefestigung krönten ihre Rundtürme oftmals mit Kegeldächern. Hier sowie auf mittel- und nordeuropäischen Kirchenbauten können Sie diese Dachform heute noch sehen. Auf Privathäusern ist das Kegeldach dagegen eher eine Seltenheit, kann jedoch als individuelles Bauelement zu einem kleinen Highlight werden. Mit modernen glasierten Ziegeln können Sie hier eine höchst ansprechende Optik schaffen! Behalten Sie dies im Hinterkopf, wenn Ihr altes Kegeldach saniert und beschädigte oder nicht mehr zeitgemäße Baumaterialien ersetzt werden müssen. Dachdeckereien.org verrät, was es mit dieser Dachform im Einzelnen auf sich hat und ob sie im modernen Hausbau noch eine nennenswerte Rolle spielt.

Was ist das Besondere am Kegeldach?

Die Natur des Kegeldachs ist schnell erklärt: Es folgt der Form eines Kegels, welcher mit der Spitze nach oben auf einem runden Bauteil aufgebracht wird. In Einzelfällen findet man Kegeldächer auch über eckigen Grundrissen. Getragen wird es in der Regel durch ein Gerüst aus hölzernen Sparren, welches mit Schindeln eingedeckt oder mit Metall verkleidet ist. Diese Simplizität im Aufbau ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die Beliebtheit dieser Bauvariante – obwohl ihre Konstruktion durchaus nach Fachwissen und geübten Händen verlangt. In beiderlei Hinsicht hat das Kegeldach viel mit dem Satteldach gemein, welches mit seinen zwei aufeinandertreffenden Dachschrägen die klassischste Form der Überdachung eines rechteckigen Grundrisses bildet.

Das Kegeldach ist selbst bereits eine Abwandlung des Zeltdaches. Nichtsdestotrotz sind weiterführende Variationen möglich: Beispielsweise können die unteren Geschosse vorstehender Bauteile nur von einem Kegelstumpf überdacht werden. So wird daraus ein Ringpultdach, welches sich noch immer durch eine einzige, durchgehende, geneigte Fläche über einem runden Grundriss auszeichnet. Jedoch fehlt die Kegelspitze.

Das Kegeldach im modernen Hausbau

Im privaten Hausbau ist das Kegeldach eher eine Kuriosität. Als Bekrönung von runden Erkern oder Ähnlichem empfiehlt es sich jedoch auch heute noch. Auffallen werden Sie damit ganz sicher. Mit der richtigen Planung bedient dieses Bauteil außerdem durchaus auch einen praktischen Zweck: Möchten Sie beispielsweise den Raum unter dem Dach nutzen, ist eine geringe Neigung zu empfehlen. Denn der durch ein Steildach in der Spitze entstehende Hohlraum kann wenig bis gar nicht genutzt werden. Zudem spart die geringe Neigung Material und damit Kosten. Doch auch in dieser Variante schafft ein Kegeldach bei Weitem nicht so viel Raum wie andere Dachformen. Die schützende sowie die dekorative Funktion stehen hierbei klar im Vordergrund – anders als beim praktischen Mansarddach, zu dem Sie hier nähere Informationen finden.

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