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Das Faltdach ist eine Dach-Bauform, die selten anzutreffen ist. Aufgrund ihres anspruchsvollen Aufbaus, der Elemente des Kreuz- und Kegeldaches vereint, stellt sie eine anspruchsvolle Herausforderung an die Dachdecker. Möchten Sie mehr über die Besonderheiten dieser beeindruckenden Dachform erfahren? Dachdeckereien.org hat im Folgenden viele wissenswerte Informationen.

Faltdach

Das Faltdach ist eine Dachforme, die vorwiegend bei sakralen Bauwerken und Designerhäusern zum Einsatz kommt. - © Kreditloser Kamerad by wikimedia.org

Das Faltdach, das aus mehreren rhombenförmigen Flächen besteht, ist im Vergleich zum altbewährten Satteldach eine Dachform, die beim Hausbau ziemlich selten zum Einsatz kommt. Beim Errichten von Kirchen und anderen sakralen Bauwerken hingegen wird sie des Öfteren vor dem Kegel- oder Zeltdach bevorzugt. Aber auch für Gebäude mit einem modernen und außergewöhnlichen Design stellt das Faltdach eine attraktive Alternative dar.

Das Faltdach und sein anspruchsvoller Aufbau

In der Regel besteht das Faltdach, das auch unter dem Namen Faltendach bekannt ist, aus vier gleichgroßen Rautenhälftenpaaren. Hierbei handelt es sich um eine Dachkonstruktion, die sich nur für Gebäude mit einem quadratischen Grundriss und vier Dreieckgiebeln als Wandabschluss eignet. Im Gegensatz zum kostengünstigen Massivdach, bei dem ein Dachstuhl nicht erforderlich ist, kann beim Faltdach darauf keinesfalls verzichtet werden. Zudem zeichnen sich Faltdächer durch einen ziemlich anspruchsvollen Dachaufbau, der eine große Ähnlichkeit mit dem Rhombendach aufweist. Allerdings ist beim Falt- im Unterschied zum Rhombendach die rhombische Fläche nach innen gebrochen. Demzufolge besteht ein Rautenhälftepaar aus zwei spiegelverkehrt aneinanderstoßenden Dreiecken. Ihre aneinanderliegenden Außenseiten erzeugen die vier Dachfirste, die vom Dach bis zu den jeweiligen Giebelspitzen verlaufen. Die acht unteren Außenkanten der Rauten haben ihren Platz auf den Giebelseiten.

Ist das Faltdach aus der Mode gekommen?

Während das einseitig geneigte Pultdach mittlerweile im modernen Wohnen angekommen ist, bekommt das außergewöhnliche Faltdach weiterhin wenig Beachtung. Da es vorwiegend bei Sakralbauten sowie mittelalterlichen Türmen und Burgen anzutreffen ist, stellt sich die Frage, ob diese Dachform für die heutigen Bauherren von Interesse ist. Hierbei richtet sich das Augenmerk auf die sehr aufwendige Unterkonstruktion, die benötigt wird und die, ähnlich wie beim witterungsbeständigen Blechdach, eine große Rolle spielt. Diesbezüglich rückt insbesondere der Kostenfaktor in den Vordergrund und erweist sich als eine der Hauptursachen für die seltene Verwendung des Faltdaches im privaten Hausbau. Nichtsdestotrotz ist das Faltdach ein echter Blickfang sowohl bei geschichtsträchtigen Bauwerken als bei Eigenheim.
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