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Fachkräftemangel im Dachdeckerhandwerk

Fachkräftemangel im Dachdeckerhandwerk © Mieske - pixelio.de

Der Begriff Fachkräftemangel ist seit Jahren Bestandteil der politischen Diskussion in der Wirtschaft und speziell im Handwerk. Immer wieder wird davon berichtet, dass viele ausgelernte Fachkräfte in das Ausland abwandern, da dort angeblich die Arbeitsbedingungen, Verdienst- und Weiterbildungsmöglichkeiten deutlich besser sind als hier in Deutschland. Der Fachkräftemangel wird dann problematisch, wenn die Qualität der Arbeit durch unausgebildete Handwerker leidet.

Das Dachdeckerhandwerk hat in Europa einen exzellenten Ruf. Die deutschen Handwerker gelten als genau, zuverlässig, umfangreich ausgebildet und überaus innovativ. Bevor man sich zum Auswandern entschließt, sollte man sich allerdings Gedanken darüber machen, wie das Leben in der neuen Heimat aussehen soll. Gerade Auswanderer, die die skandinavischen Staaten vorziehen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass dort eine andere Lebensweise vorherrscht. Auch die allgemeine Meinung, sich in diesem Land mit der englischen Sprache zurechtfinden zu können, ist nicht ganz richtig. Denn auch in Skandinavien ist Englisch eine Fremdsprache.

Weiterhin sollte man wissen, dass skandinavische Firmen in erster Linie einheimische Handwerker bevorzugt behandeln. Im Gegensatz zur Bundesrepublik gilt dies dort nicht als Diskriminierung. Dadurch hält sich in diesen Staaten der Fachkräftemangel an einheimischen Handwerkern in Grenzen.

Gründe des Fachkräftemangels bei Dachdeckern

Dennoch werden deutsche Dachdecker im Ausland gern gesehen. Sobald der Arbeitgeber im persönlichen Gespräch davon überzeugt wurde, dass man willens ist, die Arbeitsweise, die Sprache und die Kultur anzunehmen, steht dem Auswandern nichts mehr entgegen. Auch die notwendige Bürokratie hält sich in Skandinavien in Grenzen. Im Gegensatz zu den deutschen Antragswegen ist die skandinavische Verwaltung sehr überschaubar. Arbeitsgenehmigungen werden normalerweise innerhalb weniger Tage erteilt. Auch die Einbürgerung kann sehr schnell genehmigt werden.

Auch der Umgang mit den deutschen Handwerkern ist in Skandinavien sehr freundlich. Die Menschen sind umgänglich und legen großen Wert auf eine gepflegte Kommunikation. Daher sind sprachliche Grundkenntnisse dringend erforderlich. Ein vier- bis sechsmonatiger Sprachkurs sollte im Normalfall ausreichen, um fit für den skandinavischen Alltag zu sein.

Ein weiterer Grund für den Fachkräftemangel im deutschen Handwerk ist die Bezahlung. In Skandinavien liegen die Gehälter zwar nicht höher als hierzulande, die Abgaben sind jedoch bei Weitem nicht so hoch.

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