RSS:Artikel

Du bist hier: Startseite » Solaranlagen » Einspeisevergütungen sinken zum Jahr 2012 um 15 Prozent

Vor wenigen Wochen endete der Bemessungszeitraum, der maßgebend für die Höhe der jährlichen Degression bei der Einspeisevergütung für Strom aus Solaranlagen ist. Die Zahlen, welche von der Bundesnetzagentur bekanntgegeben werden, besagen, dass im Bemessungszeitraum Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 5200 Megawatt zugebaut wurde. In Prozent bedeutet dies eine Kürzung der Einspeisetarife um 15 Prozent zum kommenden Jahr.
Je nach Anlagengröße bedeutet das, dass die Photovoltaik Einspeisevergütung nun zwischen 24,43 Cent und 17,94 Cent. Gekürzt wird in gleichem Maße bei den Vergütungen beim selbst verbrauchten Solarstrom (Eigenverbrauchsregelung) – wer mindestens 30 Prozent seines produzierten Stroms selbst verbraucht, der erhält für jede Kilowattstunde eine Vergütung von 8 Cent, sofern die Anlage ab dem 01.01.2012 ans Netz geht.

Einspeisevergütungen für selbst erzeugten Strom sinken, doch lohnt sich der Eigenverbrauch umso mehr! - © Guido Kirsch by wikimedia

Eigenverbrauch wird interessanter

Die Eigenverbrauchsregelung dürfte für viele zukünftige Anlagenbetreiber immer interessanter werden, da auch die Strompreise im kommenden Jahr weiter steigen werden. Es lohnt sich, die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage vor dem Bau zu berechnen. Hierzu gibt es im Netz einige Photovoltaikrechner, durch die Sie genau bestimmen können, ob und wie sehr sich eine Photovoltaikanlage lohnen würde, oder eben auch nicht. Rentabel ist der Selbstverbrauch von Solarstrom nämlich dann, wenn die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Vergütung beim Selbstverbrauch zzgl. 19% Mwst. höher ist, als der Bruttobezugspreis von herkömmlichem Haushaltsstrom. In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Einspeisevergütungen nahezu halbiert. Grund dafür waren vor allem der vermeintliche Einfluss auf die EEG Umlage, durch welche die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien von den Stromnetzbetreibern auf die Verbraucher umgelegt werden. Der volkswirtschaftliche Nutzen beziehungsweise andere Ursachen für die steigenden Strompreise wurden bei diesen Betrachtungen zumeist außer Acht gelassen. Selbst bei sinkender staatlicher Förderung ist abschließend betrachtet die Entscheidung für eine PV Anlage also nicht nur eine vernünftige Geldanlage, sondern auch ein Schritt zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, wie Kohle und Erdgas.

© 2011 Dachdeckereien.org · RSS:ArtikelKommentare