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Ein prasselndes Kaminfeuer ist für viele der Inbegriff von Gemütlichkeit – aber häufig weder erschwinglich noch realisierbar. Eine Lösung bieten geschlossene Kaminöfen, die auch nachträglich in Haus und Wohnung eingebaut werden können. Lesen Sie auf Dachdeckereien.org, was beim Einbau eines Kaminofens unbedingt beachtet werden muss.

CK Einbau eines Kaminofens

Beim Einbau eines Kaminofens sollten Sie darauf achten, dass die Umgebung brandfest ist. © Steffi Pelz / pixelio.de

Im Gegensatz zu offenen Kaminen verfügen Kaminöfen über eine geschlossene Brennkammer. Daher sind Feuergefährlichkeit und Feinstaubemissionen hier wesentlich geringer als bei einem Kamin. Dennoch müssen auch beim Einbau eines Kaminofens zahlreiche Vorgaben befolgt werden, damit das Wohnen mit Kaminofen dauerhaft sicher ist.

Immissionsvorschriften und Luftversorgung berücksichtigen

Sichergestellt werden muss zuallererst, ob der gewünschte Kaminofen die im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchV) vorgeschriebenen Grenzwerte unterschreitet. Andernfalls können erhöhte Feinstaubmengen in Wohnungen und Häusern die Gesundheit belasten und zu ernsthaften Erkrankungen führen. Neue, typengeprüfte Öfen liegen in der Regel weit unter den festgelegten Höchstwerten; eine verbindliche Einschätzung unternimmt der Schornsteinfeger, wenn er den Kaminofen einbaut und dabei auch die Feinstaubbelastung misst.

Luftversorgung des Kaminofens über den Schornstein?

Ein zweiter Aspekt beim Einbau eines Kaminofens ist die Frischluftzufuhr der Feuerstelle. Da diese sich bei einem Ofen in einer geschlossenen Feuerkammer befindet, muss sie über das Ofenrohr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden; zugleich wird auch die verbrauchte Luft über diese Verbindung nach außen geleitet. Häufig kann das Ofenrohr an einen funktionierenden Schornstein angeschlossen werden. Gerade bei energetisch sanierten Altbauten und neuen Niedrigenergiehäusern ist dies aber nicht möglich, da sie aus Energiespargründen nahezu luftdicht abgeschlossen sind. In diesem Fall sollten Sie unbedingt fachmännischen Rat von einem Schornsteinfeger suchen: Einmal müssen Sie hier auf spezielle Öfen mit externem Luftanschluss zurückgreifen. Zudem ist eine Außenwanddurchbohrung notwendig, um die Luftversorgung des Kaminofens sicherzustellen.

Brandschutzaspekte beim Einbau eines Kaminofens

Damit sich das Wohnen mit einem Kaminofen ungefährlich gestaltet, sind auch einige Brandschutzmaßnahmen zu ergreifen. Zwar ist das Brand-Risiko deutlich geringer als bei einer offenen Feuerstelle. Allerdings kann gerade beim Öffnen der Feuerkammer ein Windzug entstehen, der einen Funkenflug begünstigt. Daher muss ausreichender Abstand zu allen brennbaren Materialien eingehalten werden, seien es Wände, Vorhänge, Teppiche oder Einrichtungsgegenstände. Eine besondere Regel besteht für Fußböden aus entzündlichen Stoffen: Hier ist eine brandhemmende Bodenplatte unter dem Ofen vorgeschrieben. Diese kann aus Glas, Metall oder Natursteinen gefertigt sein; Abmaße und Stärke der Platte sind jeweils abhängig von der Größe des Kaminofens und der unmittelbaren Umgebung. Der geprüfte Schornsteinfeger kann Ihnen verbindliche Auskunft hierzu erteilen.

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