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Die Ausbildung zum Dachdecker ist eine gleichermaßen vielseitige und praktische Herausforderung im Handwerk, die nach drei Lehrjahren regelhaft mit der Dachdecker Gesellenprüfung abschließt.

Bei Wind und Wetter auf dem Dach stehen, harte körperliche Arbeit im traditionellen Handwerk – das ist vielleicht das Bild, das Sie beim Gedanken an den Dachdecker-Beruf im Kopf haben. Doch der Dachdecker ist ein moderner Handwerksberuf mit vielfältigen Anforderungen, der sehr erfüllend sein kann. Neben dem klassischen Eindecken von Hausdächern gehören etwa Abdichten, Einbau von Dachfenstern, Installation von Solaranlagen, Wärmedämmung an Dach und Außenwand, Errichtung von Dachrinnen und Blitzableitern zum vielfältigen Aufgabenspektrum.

Die Gesellenprüfung des Dachdeckers

Auch mit Reetdach müssen sich einige Dachdecker bei ihrer Gesellenprüfung beschäftigen © Kersten Schröder / pixelio.de

Wichtige Voraussetzungen

Für diesen Lehrberuf ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, eine angemessene, monatliche Ausbildungsvergütung von bis zu 1.000,- Euro brutto im dritten Lehrjahr macht diesen Weg zudem attraktiv. Unser Tipp: Schwindelfreiheit, ein wenig körperliche Belastbarkeit ein kleines Faible für die Arbeit im Team sollten Sie in jedem Fall mitbringen.

Spezialisierung in der Ausbildung

Bereits innerhalb der Ausbildung können Sie eigenen Interessen nachgehen: Im dritten Lehrjahr ist es erforderlich, sich für eine Spezialisierung zu entscheiden. Hier können Sie sich nach Ihren Vorlieben richten und haben die Wahl zwischen Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik einerseits oder Reetdach-Technik andererseits. Während das traditionsreiche Reetdach-Handwerk vor allem in Norddeutschland verbreitet ist, werden Sie bei der Dachdecker Ausbildung in Berlin eher auf die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik setzen wollen. Die anschließende Dachdecker-Gesellenprüfung orientiert sich dann an dem hier ausgewählten Bereich.

Zu guter Letzt: Die Prüfungen

In der Ausbildungsordnung der Dachdecker ist zum Ende des zweiten Lehrjahres die Zwischenprüfung, zum Ende der Ausbildungszeit eine und die Gesellenprüfung vorgesehen. Beide Prüfungen bestehen jeweils aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Bei besonders guten Leistungen in der Praxis sowie in den für diesen Beruf wesentlichen Fächern ist sogar eine vorzeitige Zulassung zur Gesellenprüfung und somit eine Verkürzung der dreijährigen Ausbildungszeit möglich.

Von wegen einseitig – der Dachdecker in der Praxis

Die Dachdecker Ausbildung ist keineswegs eine einseitige Angelegenheit – ausgebildete Dachdecker sind nicht nur ganz klassisch auf Dächern im Einsatz, nach der Dachdecker-Ausbildung stehen Spezialisierungen und verschiedene Karrieremöglichkeiten offen. Durch den erfolgreichen Besuch einer Meisterschule kann ein Geselle die Dachdecker Meisterprüfung ablegen. Ihnen stehen durch verschiedene Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildungen auch Berufsfelder in Verwaltung, Fachberatung, Ausbildung, Architektur, Denkmalpflege und Wissenschaft offen.

Fazit: Ein Beruf mit Zukunft

Dachdecker werden immer gebraucht – das Bauhandwerk boomt und mit ihm kommen immer neue Techniken zum Einsatz, die das Know-how erfahrener Handwerker unerlässlich machen. Daher ist Dachdecker ein moderner Beruf mit Zukunft und Perspektive, der vielseitig und herausfordernd!

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