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Dachausbau ohne böse Überraschungen

Dachausbau ohne böse Überraschungen - © Rainer Sturm by Pixelio

Ihre Familie wächst, aber das Haus nicht? Zeit über einen Dachausbau nachzudenken! Doch an was sollten Sie vor den Bauarbeiten denken, was sollten Sie einplanen, damit es nicht bösen Überraschungen während oder im schlimmsten Fall nach den Bauarbeiten für den Dachausbau kommt?

Die bauliche Genehmigung für den Dachausbau
Wenn Sie Ihr Dach ausbauen wollen, sollten Sie erst prüfen lassen, ob das die Bausubstanz ihres Hauses überhaupt zulässt und ob die Statik der Dachkonstruktion angepasst werden muss. Das sollten Sie von einem Baugutachter überprüfen lassen. Wenn Sie den Dachausbau fördern lassen wollen, müssen Sie sich auch die Vorgaben für Wärme- und Lärmisolierung, sowie Brandschutzbestimmungen einhalten. Holen Sie sich in jedem Fall den Rat eines Architekten und des örtlichen Bauamtes ein, ob die baulichen Veränderungen an ihrem Haus genehmigt werden müssen. Das ist zwar mühsam und dauert seine Zeit, ist jedoch unabdingbar. Wenn der Dachausbau weit fortgeschritten ist und Sie dann die Rote Karte vom Bauamt bekommen, wird es teuer für Sie.

Planen Sie den Dachausbau genau – vom zeitlichen Ablauf bis zur genauen Raumaufteilung
Wie lange die Bauarbeiten dauern werden, richtet sich natürlich am Aufwand den Sie betreiben möchten. Wenn Sie das Dach in mehrere Räume unterteilen und ein Badezimmer einbauen, dauert das natürlich länger als wenn Sie den Dachboden in einen großen Raum umwandeln. Wann wollen Sie die Bauarbeiten durchführen? Im Sommer in den Schulferien, so dass ihre Familie mithelfen kann, oder doch lieber im Herbst wenn es kühler wird, sie aber die Arbeiten allein ausführen müssen?

Wenn es mehrere Räume werden sollen, sollten Sie folgenden Tipp befolgen: markieren Sie die Stellen, an denen die Wände eingezogen werden sollen mit Kreppband. Dann markieren Sie die Stellen für Möbel wie Betten, Schränke und bei einem Badezimmer die Toilette, die Dusche und/oder Badewanne und das Waschbecken mit Kreppband. Bewegen Sie sich durch die „Räume“ und testen so, ob der Platzbedarf reicht und ob Sie nicht eventuell doch die eine oder andere Wand anders planen sollen. Im geplanten Bad sollten Sie folgendes Bedenken: vor einem Waschbecken sollte eine Stehhöhe von mindestens 2,30 Metern eingehalten werden können, die Duschkabine sollte mindestens 20cm höher sein als das größte Familienmitglied und vor einer Toilette sollte man stehen können und über dem Becken sollte eine Sitzhöhe von ca. 1,30 Metern eingehalten werden. Bedenken Sie weiterhin: wenn die Dachschrägen noch nicht isoliert sind, sinkt die Deckenhöhe um weitere 15 – 25 Zentimeter, je nach Isolierungsart. Berechnen Sie das in Ihre Planung für die Raumaufteilung mit ein.

Die Kosten für den Dachausbau
Ist der Dachausbau erst einmal geplant und genehmigt, sollte man die Kosten kalkulieren und sich einen genauen Finanzierungsplan aufstellen. Die Kosten für einen Dachausbau lassen sich eigentlich recht einfach und schnell berechnen. Die Flächen der Wände, Böden und der zu isolierenden Dachschrägen und Decken lassen sich schnell berechnen – und daraus ergeben sich dann die Materialkosten. Falls Sie beispielsweise ein Bad in das Dachgeschoss einbauen wollen, treibt das die Kosten natürlich in die Höhe. Auch mehrere Wände erhöhen die Kosten durch Material wie Gipskartonwände und Türen. In der Regel sollte man für einen kompletten Dachausbau mit neuverlegten Böden, guter Wärme- und Lärmisolierung, eingezogenen Wänden, verlegten Stromleitungen usw. mit Kosten um 1.000 – 1.500€ pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Der Einbau eines Badezimmers treibt die Kosten weiter in die Höhe.

Das geht natürlich auch günstiger – wird sich aber später beispielsweise mit hohen Heizkosten wegen einer mangelhaften Wärmedämmung rächen. Den Dachausbau kann man sich allerdings auch fördern lassen – Auskünfte dazu finden Sie im Internet und bei den zuständigen Baubehörden.

Die Kosten lassen sich natürlich dadurch senken, dass Sie verschiedene Arbeiten selbst ausführen können. Dazu gehören beispielsweise das Fliesen, Streichen und Tapezieren. Für das Isolieren und den Einzug von Trockenbauwänden und Fenstern, sowie den Einbau eines Badezimmers ist handwerkliches Geschick beim Bauen gefordert. Wenn dabei etwas schief geht, kann es im Nachhinein sehr teuer werden.

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